Bauanleitung: Deimos

(C) Punakettu http://punakettu.deviantart.com/

An dieser Stelle eröffne ich heute eine neue Kategorie; die „Bauanleitung“. Ziel dieser Reihe ist es, euch einmal pro Woche oder jede zweite Woche (je nachdem, wie viel Zeit ich zur Verfügung habe) eine Bauanleitung für Battletech-Miniaturen zu bieten.

Beginnen werden wir diese Reihe also, wie es sich gehört, mit einem ‘Mech, dem Deimos aus dem Technical Readout 3085 Supplemental. Es handelt sich um einen 85t Clan-OmniMech, der sich vor allem durch seine Vielseitigkeit auszeichnet, allerdings etwas unter Panzerungsmangel leidet.

Der Deimos startete als Teil der MechPacks für Mechwarrior 4 der Fanseite MekTek. Es handelt sich bereits um die zweite Miniatur zu diesem ‘Mech, die erste wurde noch direkt von MekTek veröffentlicht. Bei dieser Anleitung handelt es sich um eine Anleitung zum IWM-Resculpt.

Der erste Schritt sollte es immer sein, sich die Verpackung von außen anzusehen und zu gucken, ob alle Teile vorhanden sind (natürlich lässt sich das nie 100% sicher sagen zu diesem Zeitpunkt, aber eine Prüfung sollte dennoch stattfinden, um zum Beispiel das Fehlen eines kompletten Torsos oder anderer auffallender Teile auszuschließen). Ein Blick auf die Verpackung des Deimos lässt erst mal keine fehlenden Teile erkennen.

Auf der Verpackung sind Fünf Teile eingetragen, tatsächlich sind Sechs enthalten. Armleiste, Beinleiste, Fußleiste, Lafettenleiste, Torso und Hüfte.

Auch der zweite Blick sagt also: Alles vorhanden. Somit kann man zum ersten wirklichen Schritt kommen: Dem Ablösen der Teile von den Leisten und das anschließende Abfeilen und Abknipsen von Gussresten.

Hier ist der Arbeitsaufwand im Mittelfeld einzuordnen. Jedes Teil musste nachbearbeitet werden, um die Überstände zu entfernen, aber die Stellen waren alle leicht zu erreichen und der tatsächliche Aufwand hielt sich in Grenzen (Zeitaufwand: ca. 7 Minuten)

Als zweiter Schritt während des Baus ist immer ein grobes Zusammensetzen der Teile zu empfehlen. Hier stellt sich heraus, dass die Verbindungsstücke zwischen Hüfte und Beinen etwas zu lang sind, auf einer Seite musste ich etwa 1mm entfernen, auf der anderen nichts. (Zeitaufwand: ca. 2 Minuten)

Als ernsthaft problematisch stellt sich jedoch die Verbindung zwischen Hüfte und Torso heraus. Während die Hüfte perfekt an den Torso passt, ist es nicht mehr möglich die Beine anzubringen. Hier stellen sich zwei Möglichkeiten zur Auswahl, entweder Abfeilen Beine oben, um sie anbringen zu können oder das Nutzen von Modelliermasse (oder eines anderen Stoffes), zwischen Torso und Hüftgelenk. Ich habe entschieden Modelliermasse zu nutzen, um Zeit zu sparen und die Beine in dem Zustand zu belassen, in dem sie sich befinden sollen. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die Beine montiert, um sicher zu gehen, dass die eingesetzte Modeliermasse den Abstand ausreichend vergrößert. (Zeitaufwand: ca. 5 Minuten)

An dieser Stelle sollte man dem Ganzen genug Zeit zum Trocken geben, sonst war die bisherige Arbeit umsonst und ihr müsst von vorne beginnen (was mir passiert ist). (Zeitaufwand: ca. 15 Minuten)

Wenn also genügend Zeit vergangen ist, dann könnt ihr weitermachen. Das nächste Problem stellt sich hier auch gleich: Die Raketenlafetten hadern mit den Armen, da sie sich überlagern. Hier kann man erneut mit Modelliermasse arbeiten, es so lösen, wie die Jungs von Camospecs, die die Lafetten jeweils mit einem Stift vom Torso abgehoben haben, oder die Lafetten einfach nicht in ihre vorgebohrten Löcher stecken und leicht zu verschieben. Modelliermasse wollte ich nicht erneut verwenden, da er an dieser Stelle zu stark auffallen würde, ein Stift liegt nicht im Bereich des Möglichen, da er es nötig machen würde die Teile anzubohren – und ich derzeit keinen Modellbohrer habe.

Es blieb mir also nichts Anderes übrig, als die Lafetten leicht nach hinten zu versetzen. Im Endeffekt fällt es kaum auf, aber ich würde dennoch empfehlen einen Stift zu verwenden, wenn ihr die Möglichkeit habt. (Zeitaufwand: ca. 3 -10 Minuten, je nach Methode)

Zu guter Letzt müsst ihr noch die Füße und die Base anbringen. Ich empfehle den ‘Mech zu nehmen und auf die Füße zu stellen. Es ist hierbei etwas schwierig, den ‚‘Mech dabei gerade zu bekommen, aber mit etwas Ruhe und Geduld lässt sich auch das erledigen. Das nötige Stillhalten der Mini ist dabei nicht immer ganz so einfach, daher empfehle ich, etwas zu nehmen, was sie in Position hält. Ich habe rumliegende Holzscheite genutzt, aber was genau ihr nutzt ist nicht wirklich wichtig. (Zeitaufwand: ca. 5 Minuten)

Wenn die Füße dann getrocknet sind, wird es Zeit die Base anzubringen und den Bau abzuschließen. (Zeitaufwand: ca. 1 Minute)

Nun wird es Zeit das fertige Werk zu bewundern. Der Deimos ist am Ende sehr nahe an der Zeichnung aus TRO 3085 dran, soweit gibt es also nichts zu meckern. Die Raketenlafetten liegen etwas versetzt (sowohl von daher, wo sie hingehören als auch von meiner Verschiebung her), aber das war es soweit auch schon. Damit kann man sich problemlos abfinden.

Auch die Details lassen wenig zu meckern, nur bei der linken Raketenlafette (ja, schon wieder eine der Lafetten) sind die Abschussrohre nicht ganz perfekt erkennbar.

Punkte der Miniatur:
Gussqualität: 7/10
Details: 8/10
Zeitaufwand: 5/10
Passgenauigkeit: 3/10
Abbildungstreue: 9/10

Endnote: 32/50

Nächste Ausgabe: Flamberge (TRO 3085)

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