Conbericht: Quick-Con (QON) 2012

Auf Cons trifft man echt merkwürdige Leute...

Vor nunmehr rund zwei Wochen fand das erste mal die Quick-Con, kurz QON, in Hamburg statt. Die HPGstation.de, genauer gesagt der Wallace, war vor Ort und hat Bilder und ein kleines Interview mit dem Veranstalter und Organisator Alex mit gebracht:

Ein unauffälliger Hinterhof in Hamburg-Harburg. Nur ein ausgewaschener „BattleTech-Hamburg“-Flyer und die an alle Angemeldeten verteilte Adresse weisen uns den Weg. Samstag, der 07.04.2012 gegen halb Zehn morgens. Wir sollten eigentlich um 9 hier sein, aber die Schlange beim Bäcker war erschreckend lang. Alex kenne ich bisher nur vom Sehen, aber Colonel Cunningham hat ihm angeboten, dass wir bei der Versorgung helfen. „Wieso lande ich bei Cons eigentlich immer in der Küche?“, frage ich mich im Stillen. Wir Klingeln.

Nach kurzem Warten kommt eine verschlafen aussehende Gestalt mit Schlüssel in der Hand an die Tür. Scheinbar dauerte das „Schlepperballett“ gestern Abend länger. „Ich bin Kabukixx.“, sagt er, sich die Augen reibend. „Moin. Ich bin Wallace, das ist Maro, das meine 3D-Karte und das unsere Brötchen. Cunny parkt gerade den Wagen.“ „Oh, gut, kommt rein.“

Hier im hinteren Teil des Gebäudes scheinen die Schlafräume zu sein. Auf dem Weg nach vorne einige Spieltische, in den Ecken stehen besetzte und unbesetzte Feldbetten. Auf halbem Weg Rechner und Drucker. Im vorderen Bereich des alten Ladenlokals sitzen bereits ein paar bekannte Gestalten an einem großen Tisch. „Blötchen!“

Während wir noch mit der Begrüßung beschäftigt sind, kommt Alex an. Aus seinem Auto werden gemeinsam diverse Getränke, Grillfleisch, Aufschnitt und andere Frühstücksutensilien geladen. Inzwischen sind auch alle einigermaßen wach und salonfähig. Beim gemeinsamen Frühstück werden die letzten Details der ausgemachten Chapterfights besprochen, neue Fights angesetzt und schon mal verbal die Messer gewetzt.

Die 5th Syrtis Fusiliers RCT stellen gerne sicher, dass auch wirklich jeder weiß, gegen wen er gerade spielt.

Eine halbe Stunde später sind alle Schlafstätten im Spielbereich beiseite geräumt und noch mehr Spieltische aufgebaut. An vielen Ecken klackern bereits die Würfel, während ich die letzten Stücke an meine 3D-Karte lege. Los geht’s.

Über den Tag kommen immer mehr Spieler. Gegen Mittag sind alle Plätze besetzt. An allen Ecken knallt es auf dem Spielfeld. Bemerkenswert: Auch nur da. Versteht mich nicht falsch, auf anderen Cons wird sich auch nicht ständig gestritten. Aber die meisten spielen BattleTech doch recht emotional – und da kommt es doch immer mal vor, dass sich jemand über einen Gegenspieler ärgert, über das fehlende Würfelglück flucht, oder hinterher böse Worte wie „Spritzeraufstellung“ fallen. Ich selbst habe nach diversen Spielen mehr als einen Menschen auf meiner internen Liste, gegen den ich nicht unbedingt wieder spielen müsste. Auf der QON herrscht aber bemerkenswerte Eintracht und Sportlichkeit.

Selbst die, die mit einer Spritzeraufstellung gebügelt werden, sehen das locker. „Ich nehme das als taktisches Lehrstück. In ’ner halben Stunde Rematch? Gleiche Karten, gleiche Aufstellung bei dir und ich komme mit meinen Nahkämpfern.“

Der Spritzer selbst entschuldigt sich hinterher „Ich wollte das halt mal ausprobieren. Das es so gut klappt, hätte ich auch nicht gedacht.“

Wer bemerkenswertes Würfelpech hat, setzt seine „miese Aura“ ein, um bei anderen Spielen einen Ausgleich zu schaffen… und das funktioniert dann auch noch!

Am frühen Nachmittag macht sich Hunger breit. Grillen wir jetzt, oder grillen wir morgen? Hm… der Grillmeister spielt noch. Cunny hat Nudeln mitgebracht. Also gehe ich zum Supermarkt nebenan, um Zutaten für Sauce zu kaufen. Die Küche ist zwar nicht optimal, aber doch ausreichend eingerichtet. Also ein großer Pott Nudeln und zwei mal Sauce für die ganze Bande. Dazu frisch gehackter Parmesan – was will man mehr. Und bei mir wieder die Frage: „Wieso lande ich auf Con eigentlich jedes Mal wieder in der Küche?“ 😉

Nach meiner kurzen Kochpause geht es weiter mit Chapterfights. Als ich das nächste Mal auf die Uhr gucke, sind wir seit 12 Stunden dabei und es ist noch lange kein Ende in Sicht. Irgendwann mitten in der Nacht, nehmen wir uns ein Taxi „nach Hause“ und fallen in die Betten. Wow, was für ein Tag.

Am Sonntag geht es weiter. Wir tauchen gegen 10 auf, da ist das Frühstück schon durch. Alle sind hoch motiviert: Diverse Rückspiele stehen an, wer gerade nichts hat, setzt sich an die 3D-Karte und spielt Free-For-All. Gegen Mittag wird der Grill angeschmissen und nach dem Essen klingt die QON 2012 gemütlich aus. Als am Nachmittag die Ersten bereits gegangen sind, schaffe ich es noch mir im Kreise der Verbliebenen Alex zum Interview zu schnappen.

Um das Interview zu hören, einfach auf das Bild klicken.

Das Interview ist etwa 5 Minuten lang. Leider war mein Mikrofon nicht so toll, deshalb war die Lautstärke extrem schwankend. Nach einiger Nachbearbeitung müsste man uns jetzt zwar verstehen, die Tonqualität ist aber abschnittsweise relativ bescheiden, weshalb das Ganze teilweise auch etwas zerhackt klingt. Tut mir leid, ich versuche da was zu machen. Falls mir jemand spontan bessere Ausrüstung schenken möchte, bitte melden. 😉

Fest steht eines: Bei der nächsten QON bin ich wieder dabei. Selbst wenn ich wieder kochen muss. 😉

P.S. Wenn sich jemand fragt, wer die „Freunde von Niederrhein“ sind: Über die kommt die Tage noch ein Artikel. Also dran bleiben.