Bauanleitung: Woodsman [20-5033]

(C) Punakettu http://punakettu.deviantart.com/

In dieser Ausgabe behandeln wir den Woodsman. Beim Woodsman handelt es sich um den Urvater der Mad Cat, des Gargoyles und der Naga. Nachdem der Name des ‘Mechs schon seit Jahren bekannt ist, hat es bis Januar 2010 gedauert, dass wir endlich Stats für ihn bekommen haben.

Beim Woodsman handelt es sich um einen 75t OmniMech aus dem Jahr 2866. Mit lediglich einer Prime und einer A Konfiguration ist die Auswahl der möglichen Zuladung sehr gering, dafür kommen aber beide Konfigurationen mit ordentlich Feuerkraft daher. Die Prime bringt zwei ER Large Laser, drei ER Medium Laser, einen ER Small Laser, zwei Machine Guns sowie zwei LRM 15 auf die Waage, während die A mit zwei ER PPCs, einem Large Pulse Laser, zwei Medium Pulse Laser sowie einem ER Small Laser daherkommt. Alles in allem also eine Menge Rumms.

Wer den Conbericht zur BattleCon 2012 gelesen hat, der weiß bereits, dass mich der Zusammenbau dieser Miniatur in den Wahnsinn getrieben hat. Der Rest weiß es jetzt oder bekommt es spätestens in der Bauanleitung mit. Und dennoch bin ich glücklich mit der Miniatur, aber dazu kommen wir dann, wie gewohnt, am Ende.Wie jedes Mal solltet ihr zuallererst prüfen, ob euch nicht schon durch die Verpackung auffällt, dass etwas fehlt. Beim Woodsman sollten folgende Teile enthalten sein: Torso, Beinleiste, Base-/Hüftleiste und eine Armleiste. Das sind nicht viele Teile, daher ist das vermutlich schon wirklich direkt durch die Verpackung zu klären.

Dann solltet ihr euch daran machen alles probeweise zusammenzustecken. Hierbei fällt als erstes auf, dass die Verbindung zwischen Torso und Hüfte in etwas so passgenau ist wie ein Auto auf einem Motorradparkplatz. Das lässt sich aber nicht durch feilen korrigieren, daher muss später gestiftet werden.

Nicht auffallen wird euch, dass das rechte Bein nicht wirklich in der Lage sein wird auf dem Boden zu stehen (das merkt man erst beim Zusammenbauen) und dass es schräg muss. Das wäre soweit unproblematisch, aber die Mini soll später auf den Beinen stehen und die Bodenverbindung ist hier lediglich ein halber Millimeter, das kann nicht funktionieren.

Seid jetzt aber nicht frustriert, alle Probleme lassen sich lösen, es kostet nur Zeit und bedeutet etwas Arbeit.

Wie gewohnt muss jetzt entgratet und zurechtgefeilt werden. Das geht relativ schnell, löst aber, wie bereits gesagt, nicht die Probleme. (Zeitaufwand: ca. 5 Minuten)

Als ersten Bastelschritt bietet sich das an, was einfach ist: Das linke Bein kommt auf die mitgelieferte Base. Hier ist eine Einkerbung in der Base vorgesehen, die auch prima passt.

Sobald das Bein steht, lasst es einfach stehen (ihr seid noch lange genug beschäftigt, dass das absolut trocken ist, wenn ihr es wieder anfasst). (Zeitaufwand: ca 30 Sekunden)

Während das Bein jetzt also trocknet, geht es mit dem Torso weiter. Hierzu müssen Hüfte und Torso angebohrt werden, idealerweise mit zwei Stiften, also insgesamt vier Löchern.

Fangt entweder mit der Hüfte oder dem Torso an, aber entscheidet euch für eins (ich habe mich für den Torso entschieden). Bohrt dann beide Löcher hinein und bringt die Stifte an (sie können an dieser Stelle ruhig etwas länger sein, aber möglichst nicht gebogen). Hierzu kommt etwas Klebstoff in die Bohrlöcher und dann wird der Stift hineingesteckt.

Erst wenn die Stifte angetrocknet sind macht ihr weiter. Und zwar solltet ihr jetzt etwas Farbe auf die Stifte aufbringen und die Hüfte einmal auf sie drauflegen. Dadurch markiert ihr euch die Stellen zum Bohren. Den nächsten Schritt könnt ihr euch jetzt sicher denken: Bohrt die Löcher in die Hüfte.

Wenn ihr euch jetzt sicher seid, dass die Stifte komplett getrocknet sind, solltet ihr sie mithilfe einer Zange auf die richtige Länge stutzen, Klebstoff auf die Hüfte auftragen und sie an den Torso kleben.

Jetzt gebt dem Ganzen wieder ordentlich Zeit zum Trocken, bevor ihr weitermacht. (Zeitaufwand: ca. 30 Minuten)

Während ihr wartet, könnt ihr euch jetzt schonmal daran machen sicherzustellen, dass das rechte Bein auch hält. Hierzu schaut, wo das Bein in etwa auf der Base stehen würde (das lässt sich anhand des linken Beins ganz gut abschätzen, aber nutzt ruhig auch die Bilder hier) und bohrt dann ein Loch in die Base und in die Fußsohle im Hackenbereich. Hier müsst ihr nicht wirklich abmessen, wo ihr in den Fuß bohren werdet, da Luft zwischen Fuß und Base ist kann der Stift nämlich ruhig gebogen werden. Komplett daneben solltet ihr aber auch nicht liegen, passt also auf.

Bohrt am besten zuerst in die Base und bringt den Stift wieder an, wie ihr es bei der Hüfte schon getan habt. Während das dann antrocknet könnt ihr in Ruhe in den Fuß bohren. Bringt das Bein aber noch nicht an. (Zeitaufwand: ca. 10 Minuten)

Wenn der Stift jetzt getrocknet ist, bringt den Fuß (ohne Klebstoff) in Position und kürzt den Stift auf die benötigte Länge zurecht.

Jetzt werden Torso und Beine verbunden. Tragt hierzu Klebstoff auf die Hüftstecker, die linke Fußspitze des rechten Fußes sowie das Bohrloch im Fuß auf (achtet darauf, dass der Klebstoff hier auch wirklich ins Loch kommt. Dann steckt alles zusammen. Das rechte Bein hält sich, dank des Stiftes, ganz gut in Position, weswegen ihr hauptsächlich darauf achten müsst, dass der Torso gerade ist. Gebt der Sache, wie gewohnt, gut Zeit zum Trocknen. (Zeitaufwand: ca. 5 Minuten).

Nun ist es Zeit die Arme anzubringen. Die lassen sich prima gleichzeitig anbringen und sind unproblematisch, was an diesem Punkt wirklich entspannend ist. (Zeitaufwand: ca. 2 Minuten)

Zu guter Letzt sollte noch eine richtige Base unter der Miniatur angebracht werden, um die Stabilität zu erhöhen, auch wenn die Mini von alleine schon relativ gut steht. Bei mir war die mitgelieferte Base etwas zu breit an der Seite. Das lässt sich sehr schnell wegfeilen. (Zeitaufwand: ca. 2 Minuten)

Wenn ihr es geschafft habt, bis hierhin dem Nervenzusammenbruch zu entgehen, dann erhaltet ihr eine sehr schöne Miniatur.

Der Detailgrad ist sehr gut und auch die TRO-Abbildung wird gut getroffen. Jedoch lassen sich ein paar Unterschiede feststellen: Die „Nase“ ist etwas höher als in Era Digest Golden Century und die Antennen fehlen. Letztere lassen sich aber recht einfach mit einem Bohrer und Draht nachrüsten, wenn ihr sie haben wollt.

Punkte der Miniatur:
Gussqualität: 10/10
Details: 8/10
Zeitaufwand: 2/10
Passgenauigkeit: 1/10
Abbildungstreue: 9/10

Endnote: 30/50

Nächste Ausgabe: Barghest BGS-4T

2 thoughts on “Bauanleitung: Woodsman [20-5033]”

  1. Was tröstet es mich, dass die Mini bei Dir genau so schief steht, wie bei mir… So stelle ich mir einen Woodsman mit mind. einem kritischen Treffer am Gyro vor 😀
    Sorry, aber die Passgenauigkeit und der Detailgrad der neuen Minis finde ich ziemlich enttäuschend 🙁

    1. Den Detailgrad finde ich eigentlich ziemlich gut.
      Aber die Passgenauigkeit hat nicht grundlos nur 1 Punkt bekommen. Und den gab es auch nur, weil die Arme gepasst haben – als einziges.

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