Asteroiden basteln

Inspiriert von Wallace Artikel mit dem Aquarienstein habe ich mich selbst an den Bau mehrerer Asteroiden für Aerotech gemacht. Dies möchte ich euch nicht vorenthalten.

Wo bekommt man seine Steine her?

Mal so ein paar Steine die ich gekauft habe

Entweder man macht es wie Wallace und kauft im Aquarienbedarf einen großen Stein und zertrümmert ihn, oder man schaut sich einmal in einem Baumarkt bei den Dekosteinen um, die gibt es zwar meistens nur als Sackware jenseits der 5kg, jedoch haben die meisten Baumärkte auch Auslagen um die Steine zu präsentieren, einfach die benötigte Menge aussuchen und an der Kasse ganz lieb fragen ob man die bekommen kann und zwar genau in der Menge (Hundeblick hilft), man kann auch in diversen Dekoläden nach den Dekosteinen schauen, diese sind zwar nicht so groß wie jene im Baumarkt, aber für kleiner Asteroiden durchaus ausreichend.

Wie befestigt man die Steine?

Viele viele Löcher

Ich habe in meine Asteroiden mit einem 1,5mm Bohrer ein Loch gebohrt und dann 1,5mm Federstahl (gibt im 10x1m Pack zB. Bei Conrad) eingeklebt. Wer es durchsichtig mag kann sich auch auf die Suche nach Plastikspießen machen und diese dann einkleben, Problem dabei wäre nur das diese einen relativ großen Durchmesser haben und damit nicht für kleine Asteroiden geeignet sind.

Wichtig: Federstahl springt beim schneiden durch die Gegend, also Schutzbrille tragen und am besten das kurze Ende in ein Gefäss halten, sonst sucht man es am Ende ewig.

Nach dem Aufbohren ist es wichtig die Steine zu waschen um Gesteinsmehl zu entfernen und sie dann anschließend zum Trocken auf die Heizung oder in die Sonne zu legen.

Worauf befestige ich die Asteroiden?

Man nimmt entweder schon fertige Zinnbases für Luftraumjäger oder Landunsgschiffe oder man bastelt sich sie selber aus Ton, was ich auch gemacht habe. Dazu benötigt man Lufttrocknenden Ton aus dem Bastelbedarf, ein Messer, eine Base als Schneidvorlage und je nach Ungeduld entweder einen Backofen oder viel Zeit.

Es empfiehlt sich den Ton auf einem normalen Backblech in kleinen Portionen flach mit den Fingern auszuwalzen und dann mit Messer und Vorlage die Bases auszuschneiden, man muss dabei nicht unbedingt sauber arbeiten, da der Ton sich durch das trocknen leicht verziehen wird und man somit sowieso nacharbeiten/schleifen muss.

Wem es nicht auf hex förmige Formen ankommt, der kann eigentlich alles was es zB. an Kunststoffplatten oder anderen fertigen Materialen gibt verwenden

Wie geht es weiter?

Evolution eines braunen Asteroiden

Entweder man ist mit der Farbe seiner gekauften Steine zufrieden und lässt sie so, oder man bearbeitet sie weiter.

Ich hatte mir meine Steine hauptsächlich wegen der Form gekauft und sie anschießend bemalt. Dabei habe ich zuerst einen hellbraunen Drybrush aufgebracht, nach dem dieser getrocknet war habe ich erst mit dünnflüssigem Gelb alles überstrichen, dann einen roten Wash darauf gemalt. Nachdem alles gut durchgetrocknet war kam zum Abschluss nur noch en dunkelbrauner Wash darüber um Tiefe darzustellen, Schwarz empfiehlt sich hier nicht so gut, da es den Asteroiden zu sehr abdunkelt. Wer es lieber eisig mag, kann den Stein auch einfach nur in einer Farbe seiner Wahl drybrushen und die Vertiefungen somit weiß und mit Eis überzogen erscheinen lassen.

Die verschieden Farben

Ich habe auch mit dunklem Grau als Drybrush und schwarzen Wash, hellem Grau als Drybrush und grünen, bzw. blauem Wash experimentiert um verschiedene Eissorten darzustellen.

 

 

 

 

Was nicht vergessen werden sollte ist die Base auch zu bemalen.

Das mindeste meiner Meinung nach ist sie schwarz zu besprühen.

Evolution der Base

Wer noch Sterne darstellen möchte, der nimmt wie ich eisblaue und weiße Farbe und trägt diese versprühen mit einer alten Zahnbürste auf, das hat jeder wahrscheinlich im Kindergarten mindestens einmal gemacht. Bei den Sternen gilt aber weniger ist mehr, ein zu dichter Sternenteppich wirkt unrealistisch. Meiner Erfahrung nach erzielt man das beste Ergebnis wenn man nicht direkt auf die Base sprüht, sondern mit der Zahnbürste praktisch die Luft bespritzt, wodurch nur ein feiner Tropfenregen auf die Base kommt, welcher sehr realistisch wirkt.

Diese Methode bedingt natürlich das man die Base bemalt bevor man den Asteroiden montiert.

Polystyrol – Teil 1

Alles was Ihr schon immer zum Thema Polystyrol wissen wolltet, aber nie zu fragen getraut habt.

Styrol ist eine organische (kohlenstoffbasierende) Verbindung, die auf die Summenformel C8H8 hört und die  unten links im Bild zu sehende Strukturformel besitzt.

Sie wird auch als Styren, Phenylethen oder Vinylbenzol bezeichnet. Wenn man Styrol polymerisiert, das bedeutet man bringt die einzelnen Moleküle dazu, sich zu langen Ketten zusammen zu schließen, erhält man Polystryrol. Das sieht als Strukturformel dann so aus, wie im Bild unten rechts.

Dieser Vorgang wurde erstmalig vom Berliner Apotheker Eduart Simon im Jahr 1839 beobachtet. Im Jahr 1931, begann die I.G. Farben mit der industriellen Produktion. Seitdem ist Polystryrol zu einem der wichtigsten und meist produzierten Kunststoff weltweit geworden.

Während Polystryrol gegen polare Lösungsmittel (Wasser), Laugen und UV-Licht resistent ist, löst es sich leicht in unpolaren Lösungsmitteln (Benzin, Nitro-Verdünnung, Aceton usw.). Es ist ein Thermoplast, sprich es lässt sich unter Wärmeeinfluss beliebig oft verformen, und behält diese Form wenn es erkaltet. Oft wird es aufgeschäumt und dann zu Platten oder allen möglichen anderen Formen verarbeitet. Die Hauptverwendung ist die als Verpackungs- und Dämmmaterial.

Davon abgesehen, benutzen es Modell- und Geländebauer gerne, um daraus Berge, Gebäude, und anderes Zeug zu basteln. Und damit ist dann hoffentlich auch die Frage beantwortet, was zur Hölle das alles bitte mit Battletech zu tun hat.

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Bau einer befestigten Stellung – Teil 3

Sodale, es hat dank neuem Job und schöner Frau ein Bisschen länger gedauert, aber jetzt konnte ich mich mal wieder auf das Wesentliche konzentrieren und weiter basteln. ;) Teil 1 und Teil 2 finden sich jeweils hinter den Links.

Wo waren wir stehen geblieben? Ich hatte die Stellung soweit zum Bemalen fertig, und dann beschlossen Abgüsse davon zu machen. Immerhin braucht mein Spieß ein gutes Dutzend oder so davon für den Day of Deliverance auf der Kittery. Und als guter Pio will man natürlich liefern, ohne sich dabei tot zu arbeiten.

Da waren sie aber wieder, meine zwei Probleme: Ich habe so was noch nie gemacht und keine Ahnung wie es geht. Also habe ich erst mal den Psycho gefragt, und der meinte so was wie “Ist so einfach, das kriegst selbst du hin.” Bei so motivierenden Worten, kann man ja eigentlich nur sofort los basteln.

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Aquarienbedarf und Geländebau

Für viele mag das neu sein, für einige sicher nicht, aber ich dachte mir ich sage es einfach mal: Der Aquarienbedarf ist eine echte Fundgrube für den Geländebau. Es gibt Unmengen an Streu, coolen Steinen, Verwachsenem Holz, Plastikpflanzen und so weiter. Die Sachen sind zwar stellenweise nicht direkt geschenkt (wer einen Berg, Fluss, Wald usw. in der Nähe hat, kann also durchaus kostengünstig selber sammeln), aber viel, viel billiger als das was der Handel speziell für Modellbau teilweise anbietet. Wie ich drauf komme? Naja, ich habe mir vorhin diesen Stein da unten gekauft. :-)

Stein aus Aquarienbedarf

Stein aus Aquarienbedarf

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Bau einer befestigten Stellung – Teil 2

So, dann wollen wir mal meine erste Verteidigungsposition für den DoD auf der Kittery fertig machen.

Ich nutze gerade wieder eine Trockenphase, um mit dem Schreiben anzufangen. Wundert Euch also nicht, wenn Teile des Artikels etwas konfus wirken, ich mich an Hinweise, die ich vorher gegeben habe nicht unbedingt selber halte, oder ich Sachen etwas umständlich anfange. Das Projekt ist definitiv “bottom up”, sprich ich entscheide wie ich Dinge mache, während ich sie mache. Die nächsten Stellungen werden dann wohl in “Massenproduktion” erstellt und das wird dann wesentlich strukturiertet ablaufen. Immerhin weiß ich dann ja, dank der Bastelei jetzt, wie ich was machen kann und will. :-)

Zum ersten Teil geht es übrigens hier lang.

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Bau einer befestigten Stellung – Teil 1

Wie viele sicher wissen, steht demnächst die Kittery Convention an. Damit haben die Baupioniere gerade auch die geschäftigste Zeit des Jahres.

Letztes Jahr wurde der neue Event “Day of Deliverance” eingeführt. Am Freitag Abend “begrüßen” sich Gäste und Fusiliere, indem die Gäste versuchen die Stellungen der Gastgeber zu überrennen. Das Ganze passiert, unter Aufbietung von Unmengen an Material, nach Quickstart-Regeln – und gelingt dann laut Planung in den meisten Kampfgebieten irgendwann nach Mitternacht. ;-)

Beim letzten Mal, hat das allen Beteiligten viel Spaß gemacht, also beginnt die Con auch dieses Mal wieder mit einer rasenden Schrottmaschine namens DoD. Im letzten Jahr wurden für den Event noch in der Nacht zuvor Bunker gebastelt, weil ich vorher einfach keine Zeit hatte. Ein paar mehr Bilder davon hatte ich in den ersten Geländebau-Grundlagenartikeln (eins, zwei). Dieses Mal will ich damit etwas früher anfangen. Nämlich heute. :-)

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BT-Geländebau für Anfänger – Tutorial für eine statische Platte, Teil 2

Hier ist also, wie versprochen, der zweite Teil dieses Tutorials. Es ist zugleich die erste Erstveröffentlichung hier von mir zum Thema Geländebau. Da der Newsletter damals über Kopf ging, bevor dieser Teil hier raus kam, lag er seit ewigen Zeiten bei mir herum.

Damit dieses Mal aber auch genug der Vorrede. Zum ersten Teig der geht es hier lang und jetzt viel Spaß.

Wer sich nicht mehr so genau erinnert wo wir beim letzten Mal waren: Wir hatten uns zuerst Gedanken zur Größe der Hexes gemacht und eine entsprechende Pappschablone gebaut. Die Sperrholzplatte war mit deren Hilfe gepunktet worden, die Berge waren ausgeschnitten und aufgeleimt. Alles war gut durch getrocknet und wir wollten gerade daran gehen die Kanten etwas zu verschönern. Weiterlesen