Polystyrol – Teil 2

Es hat ca. ewig gedauert, aber jetzt gibt es a) mal wieder einen Artikel von mir (das echte Leben ist zwar klar überbewertet, kann aber doch viel, viel Zeit kosten…) und b) die längst mal fällige Fortsetzung zum vermutlich schon wieder halb vergessenen Polystyrol-Artikel von damals… ja, es wurde auch langsam mal Zeit.

Dieses Mal ein paar Worte zu den Werkzeugen und Methoden, mit denen wir vor Allem Polystyrolschäume bearbeiten können.

Werkzeuge – Messer

Tepichmesserklingen und Bastelcutter
Links Ersatzklingen für ein Teppichmesser, rechts ein Bastelcutter, unten drunter eine Schneidunterlage. Außerdem ein begrüntes Hex aus Styropor.

Wie Adam Savage auf die Frage „Welches ist Dein Lieblingswerkzeug?“ mal antwortete: „It’s hard to beat a sharp knife.“

Im Fall von Polystryrol empfehlen sich vor Allem Cutter mit auswechselbarer Klinge, da diese durch das Material sehr schnell stumpf werden. Also: Teppichmesser, Cutter, Bastelcutter, oder andere Formen von „Klingenmessern“: Für kurze, gerade Schnitte gibt es an sich nichts einfacheres, billigeres und besseres.

Apropos billig: Ich würde für diese Verwendung generell zu den Billigmodellen raten – man sollte keine guten Klingen an Polystyrol verschwenden, denn deren Lebensdauer ist auch nicht wirklich höher. Ein guter Klingenhalter hingegen, ist auf Dauer natürlich eine Investition wert.

Ich habe seit Jahren auch ein billiges Küchenmesser im Bastelkoffer, dass ich mit so einem Durchzieh-Schärfer scharf halte. Von diesen Dingern halte ich sonst gar nichts, und ich würde das einem meiner richtigen Küchenmesser nie antun. Der Winkel des Schärfers stimmt einfach nicht mit dem Winkel der Klinge überein, wodurch man zwar kurzfristig eine scharfe Klinge erhält. Diese Schärfe ist aber genau so schnell wieder raus, wie man sie rein bekommen hat. Also muss man praktisch vor jeder Benutzung nach schärfen, was das Messer schnell dünner werden lässt.

Da man Messern beliebiger Qualität aber beim Schneiden von Polystyrol ohnehin beim stumpf werden zugucken kann, ist das die Ausnahme von meiner Regel. Brauche ich ein handliches Stück von der großen Platte, mit dem ich dann weiter arbeiten kann, schärfe ich das Küchenmesser, säbel mir einen Block ab, und dann kommt der Küchendolch wieder weg. „Polystyrol – Teil 2“ weiterlesen

Polystyrol – Teil 1

Alles was Ihr schon immer zum Thema Polystyrol wissen wolltet, aber nie zu fragen getraut habt.

Styrol ist eine organische (kohlenstoffbasierende) Verbindung, die auf die Summenformel C8H8 hört und die  unten links im Bild zu sehende Strukturformel besitzt.

Sie wird auch als Styren, Phenylethen oder Vinylbenzol bezeichnet. Wenn man Styrol polymerisiert, das bedeutet man bringt die einzelnen Moleküle dazu, sich zu langen Ketten zusammen zu schließen, erhält man Polystryrol. Das sieht als Strukturformel dann so aus, wie im Bild unten rechts.

Dieser Vorgang wurde erstmalig vom Berliner Apotheker Eduart Simon im Jahr 1839 beobachtet. Im Jahr 1931, begann die I.G. Farben mit der industriellen Produktion. Seitdem ist Polystryrol zu einem der wichtigsten und meist produzierten Kunststoff weltweit geworden.

Während Polystryrol gegen polare Lösungsmittel (Wasser), Laugen und UV-Licht resistent ist, löst es sich leicht in unpolaren Lösungsmitteln (Benzin, Nitro-Verdünnung, Aceton usw.). Es ist ein Thermoplast, sprich es lässt sich unter Wärmeeinfluss beliebig oft verformen, und behält diese Form wenn es erkaltet. Oft wird es aufgeschäumt und dann zu Platten oder allen möglichen anderen Formen verarbeitet. Die Hauptverwendung ist die als Verpackungs- und Dämmmaterial.

Davon abgesehen, benutzen es Modell- und Geländebauer gerne, um daraus Berge, Gebäude, und anderes Zeug zu basteln. Und damit ist dann hoffentlich auch die Frage beantwortet, was zur Hölle das alles bitte mit Battletech zu tun hat.

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BT-Geländebau für Anfänger – Tutorial für eine statische Platte, Teil 2

Hier ist also, wie versprochen, der zweite Teil dieses Tutorials. Es ist zugleich die erste Erstveröffentlichung hier von mir zum Thema Geländebau. Da der Newsletter damals über Kopf ging, bevor dieser Teil hier raus kam, lag er seit ewigen Zeiten bei mir herum.

Damit dieses Mal aber auch genug der Vorrede. Zum ersten Teig der geht es hier lang und jetzt viel Spaß.

Wer sich nicht mehr so genau erinnert wo wir beim letzten Mal waren: Wir hatten uns zuerst Gedanken zur Größe der Hexes gemacht und eine entsprechende Pappschablone gebaut. Die Sperrholzplatte war mit deren Hilfe gepunktet worden, die Berge waren ausgeschnitten und aufgeleimt. Alles war gut durch getrocknet und wir wollten gerade daran gehen die Kanten etwas zu verschönern. „BT-Geländebau für Anfänger – Tutorial für eine statische Platte, Teil 2“ weiterlesen

BT-Geländebau für Anfänger – Tutorial für eine statische Platte, Teil 1

Vorwort

Willkommen zum insgesamt dritten Artikel zum Thema „3D-Kartenbau für BattleTech“. Wie bereits die ersten beiden Teile dieser Serie (hier und hier zu finden), ist dieser Text größtenteils aus alten Newsletter-Beständen „recycled“. Dieses Mal wird aber (hoffentlich) auch Teil 2 des Tutorials veröffentlicht (geplant ist übermorgen). Der war nämlich schon lange fertig und hat somit den NL damals glatt überlebt…

Dieses Tutorial begleitet den Bau eines statischen 3D-Geländes auf einer Sperrholzplatte. Selbstverständlich ist es möglich an allen Stellen zu variieren – der hier dargestellte Weg und die Methoden sollen keinesfalls der Weisheit letzter Schluss sein. Wenn ihr vorher noch nie etwas gebastelt habt, macht Euch selbst oder euren Freunden die Systeme ohne Hexfeldraster spielen eine Freunde indem ihr zuerst ein paar kleine, „freie“ Geländestücke baut. Dabei lernt Ihr den Umgang mit den Werkzeugen und Materialien ohne gleich ein großes Projekt zu versauen.

Ein kleines Diorama wie das da unten ist für den Anfang echt genug an Herausforderung. Dieses hier hat eine Vertiefung,  in die man einen beliebigen, cool bemalten Mech  mit Hexbase zur Aufbewahrung stellen  kann. Nun hatte ich gerade keinen coolen Mech zu Hand… also muss es der gammelige Uralt-Plasti tun. 😉

Diorama „BT-Geländebau für Anfänger – Tutorial für eine statische Platte, Teil 1“ weiterlesen

3D-Gelände für BattleTech – Teil 2

Vorwort

Willkommen zu meinem zweiten Artikel zum Thema 3D-Kartenbau für BattleTech. Die ersten Teile dieser Serie sind größtenteils aus alten Newsletter-Beständen „recycled“. Damals kam es leider nicht dazu, die Serie fortzusetzen, weil es den Newsletter nicht mehr gab. Um die Serie auf der HPGstation.de sinnvoll fortführen zu können, also zuerst mal die „Wiederholung“ der aufgearbeiteten alten Artikel.

Zum ersten Teil der Serie geht es übrigens hier lang.

3D Overkill auf der RPC08 - andere Seite
3D Overkill auf der RPC08 - über 4m² BT-Gelände von der anderen Seite

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3D-Basteltagebuch auf www.tabletopblog.de

Kurz notiert…

Immer gut zu sehen, wenn auch andere Leute an 3D-Karten für BT basteln. Die viele „verschwendete“ Zeit fühlt sich gleich viel weniger nerdig verbracht an. 😉

Einem schönen Beispiel für ein statisches Gelände mit modularen Elementen, kann man im Moment auf www.tabletopblog.de beim Entstehen zugucken.

Die bisher dort erschienen Artikel finden sich unter diesen Links:

Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4.

3D-Gelände für BattleTech – Teil 1

Vorwort

Willkommen zu meinem ersten Artikels zum Thema 3D-Kartenbau für BattleTech. Die ersten Teile dieser Serie sind größtenteils aus alten Newsletter-Beständen „recycled“. Damals kam es leider nicht dazu, die Serie fortzusetzen, weil es den Newsletter nicht mehr gab. Um die Serie auf der HPGstation.de sinnvoll fortführen zu können, also zuerst mal die „Wiederholung“ der aufgearbeiteten alten Artikel.

Achtung, dieser Artikel enthält ironische und in der Vergangenheit auf viele Arten als  unpassend empfundene Passagen. Wer in dem Bereich empfindlich ist, sollten ihn  wahrscheinlich lieber nicht lesen. 😉

3D Overkill auf der RPC08
3D Overkill - über 4 m² Battletech-Gelände auf der RPC08

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