Bauanleitung: Deva Dominus

(C) Punakettu http://punakettu.deviantart.com/

Die Pause zwischen den Bauanleitungen zog sich jetzt leider etwas hin, das tut mir leid. Aber dafür bekommt ihr dann heute eine besonders schöne, weil es sich um einen komplizierten ‘Mech handelt. Die Deva Dominus aus dem TRO 3075. Ich denke, die Deva ist mittlerweile bekannt genug, dass ich sie nicht mehr groß erläutern muss. Aber ich tue es natürlich trotzdem.

Bei der Deva handelt es sich um einen 70t WoB Celestial OmniMech. Eine Light Fusion Engine und ein Heavy Duty Gyro, sowie das obligatorische Small Cockpit bilden das Herz der Maschine. Als taktischen Bonus wurde ein C3i Computer fest installiert. Geschützt wird die Deva von immerhin 99,53% der, für einen 70t ‘Mech möglichen, Panzerplatten. Verzeiht mir, dass ich die verschiedenen Konfigurationen jetzt nicht durchgehen werde, aber ihr findet sie detailliert auf Sarna.net.

Ich werde jedoch die Konfiguration beschreiben, die ich hier zusammenbaue. Die Bezeichnung Deva Dominus ist äquivalent zur A bei „normalen“ OmniMechs. Die Miniatur ist gehört der Reihe an online exklusiven Celestialminis an, die IWM seit einiger Zeit im Sortiment hat. Wenn ihr sie also selbst haben wollt, müsst ihr sie direkt aus den USA bestellen oder aber nächstes Wochenende auf der Battlecon an der Tombola teilnehmen, für die ich eine stifte.

Bewaffnungstechnisch bietet die Dominus eine Rotary AC/5, eine Light PPC sowie einen MML 7 als primäre Bewaffnung. Sekundär wird die Feuerkraft durch zwei ER Medium Laser gestärkt. Von der MML einmal abgesehen hängt die gesamte Waffenzuladung an einem Targeting Computer und ist damit ausgesprochen Zielgenau.

Machen wir uns jetzt aber mal an den Zusammenbau.

Normalerweise rate ich an dieser Stelle, einen Blick auf die Verpackung zu werfen, ob alles vorhanden ist. Bei Direktbestellungen von IWM ist das aber nicht immer so einfach, da die ‘Mechs oft (und die online exklusiven immer) in kleinen Tütchen kommen – ich nenne sie immer zärtlich „IWMs Drogentütchen“.

Schlimmer wird es noch, wenn die Miniatur viele Teile hat und gleich zwei dabei sind, dann könnt ihr deutlich sehen, dass ihr nichts seht. Auspacken ist also dringend angeraten. Das solltet ihr möglichst sofort nach dem Erhalt des Packet machen, durch die problemlose Wiederverschließbarkeit der Tütchen ist das aber auch kein Problem. Vorhandensein sollten bei der Deva Dominus 18 Teile, die auf 14 Gussstücke verteilt sind.

Sie bestehen aus Torso, Beinleiste, zwei Oberarmleisten, Kopf, Rotary AC, MML, Hüfte, vier Torso-Waffenpods (mit Waffen ist hier nur einer bestückt, die anderen Drei füllen die Lücken für andere Konfigurationen lediglich auf), ein Munitionsgurt sowie eine Leiste an Kleinteilen, die ihr am Ende nicht braucht, also eurem Pool an Ersatz- und Modteilen zufügen könnt (gleiches gilt für die zwei anderen Teile, die sich noch an den Oberarmleisten befinden).

Nachdem ihr festgestellt habt, dass alles vorhanden ist (sollte dies nicht der Fall sein, ist IWM sehr hilfsbereit, was das Zustellen von fehlenden Teilen angeht) geht es jetzt ans Entgraten. Bei 18 Teilen kann das einen Moment Zeit in Anspruch nehmen. Ich habe etwa 5 Minuten gebraucht. Das ist durchaus ein angemessener Zeitrahmen.

Der nächste Schritt sollte, wie immer, ein testweises Zusammenstecken der einzelnen Teile sein. Mir sind hier keine größeren Probleme aufgefallen, lediglich einer der Armstecker musste runtergefeilt werden, um den gleichen Abstand zwischen Schulter und Torso zu bieten, wie die andere Seite. Es sind aber viele Feinarbeiten nötig, vor allem da die Teile nicht immer sauber gegossen sind, also einiges schief ist (siehe das Beispielbild der MML an der Seite). [Zeitverbrauch: ca. 8 Minuten]

Beim Zusammenbau selbst sollte der erste Schritt, wie eigentlich immer, wieder darin bestehen die Hüfte an den Torso anzubringen. Achtet hierbei darauf, sie richtigherum anzubringen (siehe Bild).

Der nächste Schritt ist dann das Anbringen der Waffenpods an den Torso. Hierbei solltet ihr darauf achten, dass der Pod mit den Medium Lasern rechts unten hingehört und der mit dem hochstehenden Rand nach links oben (hier wird später der Munitionsgurt eingeklebt). Die anderen beiden Pods könnt ihr frei nach Gutdünken verteilen.

Lange Zeit zum Trocknen braucht das Ganze nicht, wenn ihr Modelliermasse zur Verfügung habt, dann solltet ihr damit aber die Lücken füllen, die jetzt im Torso klaffen (ich habe meine Modelliermasse nicht zur Hand, werde dies also nachholen müssen) [Zeitaufwand: ca. 2 Minuten]

Als nächstes kommen nun die Beine, achtet hier vor allem darauf, dass sie gerade stehen, sonst sieht das am Ende so krumm aus, wie bei mir (bei Gelegenheit werde ich die Beine nochmal abnehmen und neu machen müssen). Hierbei empfiehlt es sich, beide Beine gleichzeitig anzubringen indem ihr Klebstoff an den Verbindungsstücken der Beine anbringt und diesen einen Moment zum Antrocknen gebt, bevor ihr sie anbringt. Sobald die Beine trocken sind, solltet ihr die Base anbringen, da ihr schnell merken werdet, dass die Deva unmöglich alleine stehen kann, was die restliche Arbeit unglaublich erschweren würde. [Zeitaufwand: ca. 5 Minuten]

Nun werden die Oberarme mit den Waffen verbunden. Ihr könnt hierbei relativ frei wählen, wie ihr die Arme positionieren wollt. Ich habe mich für eine recht langweilige „Standardhaltung“ entschieden, um Platz im Miniaturenkoffer zu sparen. Gebt den Armen ruhig etwas Zeit zum Trocknen, aber ihr müsst es nicht übertreiben. [Zeitaufwand: ca. 2 Minuten]

Wenn das soweit ist, dann müssen die Arme an den Torso angebracht werden (andernfalls sähe der ‘Mech am Ende einfach seltsam aus). Ihr könnt die Arme entweder einzeln oder gleichzeitig anbringen. Ich habe mich jedoch für einzeln entschieden, weil vor allem der linke Arm doch recht viel Gewicht hat und ich keine Lust hatte ihn so lange zu halten, wie es nötig gewesen wäre. Als Stütze habe ich eine der Karten aus den HexPacks sowie den anderen Arm genutzt, das passte perfekt.

Sobald das trocken ist, könnt ihr dann den rechten Arm anbringen, der, aufgrund seines geringeren Gewichts, auch schneller hält. [Zeitaufwand: ca. 5 Minuten]

Als vorletzter Schritt kommt nun der Munitionsgurt (ihr könnt die letzten beiden Schritte auch vertauschen, das macht keinen Unterschied). Bei mir war der Gurt zu weit, weswegen ich ihn etwas zurechtbiegen musste. Sollte das bei euch auch der Fall sein, dann achtet darauf, besonders behutsam vorzugehen, um ihn nicht zu zerbrechen. Biegt ganz langsam und in mehreren Einzelschritten. Zwischen den Schritten solltet ihr immer wieder prüfen, ob der Gurt nun passt. Wenn das erledigt ist, dann kommt etwas Klebstoff auf die Verbindungsstellen an Waffe und Torso und der Gurt an den OmniMech. [Zeitwaufwand: ca. 1 Minute].

Zum Abschluss bekommt der ‘Mech jetzt noch einen Kopf, damit er sich nicht verläuft. Ein Tropfen Klebstoff in das Loch oben am Torso und das war’s. [Zeitaufwand: ca. 10 Sekunden]

Am Ende habt ihr nun die besagten vier Teile übrig.

Zur Miniatur selbst:

Ich mag ihren Look. Der Waffengurt macht hier, was nur selten der Fall ist, einen guten Eindruck und wirkt nicht total lächerlich. Die dünnen Ärmchen der Celestial-OmniMechs machen eine externe Munitionszuführung auch realistisch.

Die Gussqualität ist leider nicht sonderlich gut, die Zahl der schiefen Teile ist hoch und auch mit Nachbearbeitung nur bedingt korrigierbar.

Im Ausgleich dazu ist der Detailgrad relativ hoch, was sehr positiv zu bewerten ist.

Einen Vergleich mit einem TRO-Bild gibt es leider nicht, weil die Dominus, meines Wissens, kein Bild besitzt. Der Vergleich mit den Basisteilen, die im TRO ja erkennbar sind, hält aber näherer Betrachtung stand.

Sobald möglich werde ich noch ein Vergleichsbild zwischen der im normalen Handel erhältlichen Deva und der Deva Dominus machen, derzeit habe ich aber keinen Zugriff auf meine normale Deva, gebt mir also ein paar Tage.

Punkte der Miniatur:
Gussqualität: 4/10
Details: 10/10
Zeitaufwand: 7/10
Passgenauigkeit: 10/10
Abbildungstreue: 10/10

Endnote: 41/50

11 Antworten auf „Bauanleitung: Deva Dominus“

  1. Respekt!
    Das Ding liegt hier auch noch rum (gemeinsam mit seinen Kollegen). Ich bräuchte nur noch ein williges..ähh…Opfer, dem ich die mal zwecks Zusammenbau auf die Finger werfen kann.

    1. Der Zusammenbau ist gar nicht so kompliziert. Die Beine haben mir die meisten Probleme gemacht. Zeitaufwand ist halt etwas höher als es bei anderen ‚Mechs (wie beispielsweise der Javelin 11D ;)) der Fall ist.
      Wenn du die Kollegen zusammenbaust würde ich mich über Bauanleitungen freuen 😉

  2. Als Anmerkung:
    Ein Bild von dem „kleinen“ ist im Jihad Hot Spots 3072.
    Leider sind die Bilder recht unscharf und man erkennt wenig vom Detailgrad der Mini.
    Aber ansonsten schöne Bauanleitung, sag mal stiftes Du die Minis nicht für den besseren halt?

    1. Bislang nein, weil ich keinen Bohrer hatte. Jetzt habe ich einen Bohrer, aber ich hatte keine Stifte als ich die Deva zusammengebaut habe. Das hat sich jetzt auch geändert und Stiften wird zukünftig in mein Repertoire aufgenommen werden. Problem dabei ist, dass ich es noch nie gemacht habe und erstmal ne Erklärung brauche, wie es geht 😀

      1. Stiften ist einfach!
        Ich biege Büroklammern auf und bohre die erstmal in die Schulter. Danach den Stift etwas kürzen einen roten frischen Farbtupfer drauf und dann an die Stelle halten wo der Arm hinsoll. Dann bleibt am Arm ein Farbpunkt und dort dann die 2. Bohrung ansetzen. Die kann ruhig einen etwas größeren Durchmesser als der Stift haben dann hat man noch Spielraum zum anpassen. Danach alles gut verkleben und fertig ist es.

        1. Das gefällt mir. Wenn du nichts dagegen hast, würde ich dich da bei nächster Gelegenheit zitieren. Also in der nächsten Bauanleitung, bei der es passt 😉
          (Das wäre dann entweder die Blood Asp E oder die Mad Cat IV, beide sind derzeit in Arbeit, gehen aber leider aufgrund anderer Probleme derzeit etwas unter)

        1. Wow danke
          Das ist ja mal eine schön gemachte Anleitung. Respekt für den Aufwand den du betrieben hast.
          Ich seh schon ich bin nicht der einzige der sich über unsauber gegossene Kleinigkeiten ärgern kann….ggg

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