Im Schatten des Krieges – Teil III.

Lucas Cunningham

Im Schatten des Krieges

Teil III

 
 
 
New Montenegro
San Martin
 
 

Der Morgen graute.

“LEGT AN … Ziel aufnehmen … FEUER!”

Sieben TK Sturmgewehre bellten einmal auf. Die Wand hinter dem ehemaligem Marquis von San Martin färbte sich rot.

Der tote Körper landete unter dem von den Wänden des Innenhofes zurückgeworfenen Schalls geräuschlos auf dem Granitboden.

Ein roten Fleck breitete sich aus.

Marquis Ramon Yu blickte auf seinen eben verschiedenen Cousin hinab und nickte huldvoll: “Colonel, Sie können Ihre Leute wegtreten lassen.”

“Sire.” Garibaldi blickte seinen Command Sergeant Major kurz an.

“Freicorps WEGGETRETEN!”

Die angetretenen Offiziere und Mannschaften der Söldnertruppe zerstreute sich.

“Na endlich, Frühstück.” Murrte Steuben.

“Irgendwie hab ich keinen Hunger mehr.” Meinte ein junger Leftenant, was diesem nur einen verächtlichen Blick von seitens des Majors einbrachte.

Garibaldi hingegen folgte Yu.

“Ein wunderschöner Morgen um mit einer leidigen Angelegenheit abzuschließen. Meinen Sie nicht Colonel?” Der Marquis sog die blutgeschwängerte Morgenluft ein.

“Ich bin mir da nicht so sicher.” Der Söldnerkommandant beobachtete die Journalisten, die von den persönlichen Sicherheitskräften des Marquis weggeführt wurden.

“Mein lieber Garibaldi, Sie sind sich nicht nur nicht sicher, Sie sind ganz und gar nicht meiner Meinung.” Stellte Yu fest.

“Ihre Intention kann ich durchaus verstehen, doch bin ich nicht wirklich mit der Durchführung Einverstanden, beziehungsweise mit deren Außenwirkung. Wenn Sie Ricardo unbedingt hätten tot sehen wollen, hätte Sie ihn einfach verschwinden lassen oder am besten Deportiert.

Dann hätten Sie einen oder zwei Auftragskiller auf ihn angesetzt und das Problem wäre ebenso erledigt, ohne dass Sie hier an Popularität einbüßen würden.”

“Sehen Sie mein lieber Colonel, ich wollte ihn tot sehen, mit eigenen Augen. Außerdem wird die Geschichte gnädig mit mir sein, ich habe vor sie selbst zu schreiben.”

Die beiden Männer blickten sich gegenseitig in die Augen.

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