MechWarrior 5 Clans: Wolves of Tukayyid – Das Ende der Clan Invasion
Zuletzt aktualisiert am 16. Dezember 2025 von DarkISI
Wolves of Tukayyid ist nun schon ein paar Tage draußen und ich hatte etwas Zeit, es auch durchzuspielen. Tatsächlich habe ich es schon ein paar Tage durch, aber so ein Testbericht kostet etwas mehr Zeit und die hatte ich nicht.
PGI hat sich mit Tukayyid an eine schwierige Sache gewagt: Wie bekommt man ein derartiges Großereignis in eine Kampagne und dazu noch in einen DLC und kein volles Spiel gepackt?
Die Antwort ist: Genau so, wie sie es getan haben!
Wolves of Tukayyid ist ein würdiger DLC für das großartige MechWarrior 5: Clans und eine würdige Umsetzung der Schlacht von Tukayyid.
Das Spiel versucht dabei gar nicht erst, euch vollständig alles über Tukayyid zu erklären oder jeden Clan zu beleuchten. Der Versuch wäre auch zum Scheitern verurteilt gewesen. Wenn ihr euch anseht, dass wir ein ganzes Sourcebook darauf verbraucht haben, das alles für das kanonische Universum umzusetzen, dann wird vollkommen klar, dass das nicht mal eben in einem Spiel geht. Erst recht nicht in einem DLC.
Also wurde sich für Clan Wolf entschieden, um einen Sieg bieten zu können, nachdem man sich bei den Geisterbären für ein dramatisches Ende entschieden hat, und natürlich um uns Ulric und Natascha Kerensky bieten zu können. Und wie sie die bieten. Ulric ist ein arrogantes Arschloch — und das zurecht. Er weiß, worauf die Clans sich eingelassen haben und er weiß, dass sie alle scheitern werden. Und er macht klar, dass es ihm um Clan Wolf geht.
Und Natascha … Sie ist und bleibt Natascha Kerensky. Zum Glück nicht in halb nackt, wie einige der eher unwürdigen Darstellungen aus den 80ern sie zeigen. Sie ist tödlich und sie macht ihrem Namen alle Ehre.
Bleibt noch Ranna, denn PGI hat sich dafür entschieden euch in die Rolle von Ranna (zu dem Zeitpunk noch ohne Blutnamen) zu stecken. Und die Entscheidung war absolut richtig. Ranna bietet den richtigen Mix an Charakterentwicklung, Drama und noch unerforschtem Terrain. Denn wo sie in den Büchern immer nur an der Seite von Phelan existiert hat und er im Rampenlicht stand, ist es hier genau anders herum.
Ranna ist der Mittelpunkt der Geschichte, Phelan ist ihr Boytoy. Und das tut dem Narrativ gut. Durch die Nutzung eines bestehenden Charakters, können wir voll und ganz eintauchen, ohne dass PGI hier zu viel erfinden musste.
Aber nun zum Spiel selbst.
Gewohnt gute Missionen
Das Missionsdesign ist wieder mehr das, was wir von Clans erwarten, nachdem ich in Shadow of Kerensky etwas enttäuscht war. Aber leider auch nicht ganz auf dem Niveau der Vergangenheit, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass das Team ordentlich gekürzt wurde. Irgendwo musste sich das ja bemerkbar machen.
Dennoch bekommen wir einen bunten Mix an Missionen und ich habe nie das Gefühl, dass ich reines Tontaubenschießen betreibe. Es gibt immer mehr zu tun als „bekämpfe X Wellen an Gegnern“, auch wenn man natürlich hauptsächlich Gegner bekämpft, darum geht es ja in dem Spiel.
Wir können Wasser elektrisieren und ankommende Gegner so stören, wir entschärfen Minen, wir müssen uns mit Artillerie herumschlagen — die aber niemals Überhand nimmt, wir also immer eine Chance haben, den Einschlägen auszuweichen.
Dafür ist der Schwierigkeitsgrad durchaus knackig. Das Spiel setzt voraus, dass ihr wisst, was ihr tut. Und das ist vollkommen okay so.
Großartige Zwischensequenzen
Die Zwischensequenzen sind großes Kino. Sie lassen uns tief blicken und gleich zu Beginn des Spiels ist das Introvideo in dem wir, und ja, der Spoiler sei mir gegönnt, das Ableben von Smoke Jaguar saKhan Weaver beobachten dürfen. Es zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen.
Die Qualität setzt sich dann auch durch die Zwischensequenzen durch. Wir bekommen tiefen Einblick in die Charaktere und darin, welche Auswirkungen Tukayyid auf die Clans hat — auch wenn wir fast alles nur aus dem Blickwinkel von Ranna sehen. Wir kriegen zu sehen, wie die Niederlage der anderen Clans sich auswirkt, nicht nur auf die unterlegenen Clans, sondern auch auf die Moral der Wölfe und ihrem Glauben an ihre ganze Existenz.
Die Schlacht von Tukayyid erschüttert die Clans und wir können die Erschütterungen spüren. Hautnah.
Vor allem an unseren Begleitern. Die diesmal nicht die Tiefe haben, die sie noch im Grundspiel hatten und die eigentlich vor allem Standardrollen füllen. Wir haben unseren Antagonisten, seinen Kumpel, den „Good Guy“ und den Frischling.
Eine wirkliche emotionale Bindung bauen wir mit ihnen nie auf, das ist aber auch nicht das Ziel. Ranna hat Phelan. Unsere Begleiter sollen, wie gesagt, vor allem zeigen, wie sich die Entwicklung der Schlacht von Tukayyid auf die Clans auswirkt. Und das machen sie mit Bravour.
Und sie haben auch ein paar neue Charakterfähigkeiten bekommen, die aber eigentlich alle eher nutzlos sind. Da wir eh nicht genug Erfahrung sammeln, um sie zu füllen, stört das aber nicht. Ich empfehle daher lieber die Punkte in Ausweichen zu stecken. Ranna ist die einzige, bei der man wirklich viel ausbauen kann.
Neue Mechs
Die neuen Mechs sind schick, aber so wirklich zielführend sind sie nicht. Am Ende läuft es darauf hinaus, dass wir so viele Dire Wolfes fahren, wie wir nur zu fassen kriegen können. Dabei wird sogar der Timber Wolf im Grunde schnell übersprungen, denn er kommt sehr spät und wir wachsen schnell aus ihm heraus. Dass er mit 75 Tonnen nicht gut in die Gewichtsverteilung passt, hilft dabei auch nicht.
Persönlich habe ich längere Zeit einen Linebacker geführt, einfach weil mir das erlaubt hat, meinen Stern mit genug anderen Heavies zu füllen und niemand mit einem eher leichten Medium herumrennen musste. Bis dann der Warhawk kam …
Erst relativ spät bekam ich Zugriff auf den Bane und dann zu Beginn auch nur auf seine ballistischen Varianten, die sich im Spiel so gar nicht lohnen. Mein Fokus war auf Pulse Lasern und Raketen. Als ich dann endlich einen Bane 3 bekommen konnte, hatte ich längst meinen Spaß am Dire Wolf gefunden und habe den dann lieber in meine Lanze verteilt.
Bugs

Leider ist das Spiel nicht ganz bugfrei. Ich bin in einige fehlende Texturen gerannt, was dazu geführt hat, dass ich meine Gegner klar vor mir sehen konnte, aber meine Laser und Raketen dann doch lieber in einen unsichtbaren Hügel geflogen sind.
Fliegende Felsbrocken gehören genauso dazu.
Das merkt man vor allem, wenn Wasser, Sumpf, Schnee oder Eis involviert sind. In anderen Regionen konnte ich das nicht beobachten.
Auch konnte ich eine Brücke unter einem Gegner wegschießen, der dann halt einfach weiter in der Luft herumgelaufen ist, als ob die Brücke noch immer unter ihm existieren würde.
Abgesehen von den Texturen bin ich nicht großartig in Bugs gerannt, allerdings gab es auch schon einen Patch und ich weiß, dass weitere folgen werden.
Fazit
Für die Story gebe ich glatte 10 von 10 Punkten. Hier hat PGI sich richtig ins Zeug gelegt und saKhan Weaver beim Sterben zuzusehen war eine richtige Genugtuung nach dem Grundspiel.
Das Missionsdesign ist nicht ganz auf einem Level mit dem Grundspiel, daher 6 von 10 Punkten.
Als Gesamteindruck lässt mich das bei 8/10 Enden. Und das fühlt sich richtig an.
Wenn ihr MechWarrior 5: Clans mochtet, dann werdet ihr Wolves of Tukayyid genauso mögen.
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Kleine Grüne Monster – Die Poolparty
Habt ihr euch schon immer gefragt, wohin eure Socken verschwinden, wenn ihr sie einfach nicht mehr wiederfinden könnt?
Sie werden von Kleinen Grünen Monstern gefressen, die in Kleiderschränken wohnen. Normalerweise verstecken sie sich gut und lassen sich nicht sehen, aber meines habe ich kennengelernt und gemeinsam erleben wir lustige Abenteuer.
Heute will Kleines Grünes Monster eine Poolparty feiern — in meiner Badewanne.

Ich fand im Grundspiel die missionen „Fange X Runner Mechs ab bevor sie das Gebiet verlassen“ … „während wir die 3 fache menge an Gegnern spawnen und du essenziell deinen Mech opfern musst damit du den flüchtenden abfangen kannst.“ „Was du willst mittlere Mechs nehmen um die zu jagen und dann zu fliehen? nenene mein freund du must ALLES töten am ende“… immer aarg mühsam, die letzte habe ich nach unzähligen versuchen einfach mit einem godmode cheat übersprungen. Da kenne ich dann nichts wenn das design auf tryhard gestellt ist. Geisterbären hingegen waren toll austariert. Da konnte ich grundsätzlich bei keiner mission meckern. Das Grundspil war ja abseits der Hassmissionen auch gut gemacht.
Daher freu ich mich auf Tukkayd, zumal ich in ein paar Monaten eine Kampagne starte mit einem Kollegen und gerade meine ersten 3050 er Clanmechs ins feld führe auf der Platte 🙂
Dann wünsche ich auf jeden Fall viel Spaß. Sowohl mit Wolves of Tukayyid als auch mit der Kampagne 🙂