Operation Galahad 3044 – Fluff

galahad 2013 flyer webWie jedes Jahr füllt die Galahad ihren Hintergrund auch diesmal wieder mit ordentlich Hintergrundmaterial an. Ihr wollt die Vorgeschichte sehen? Wollt wissen, was euch erwartet? Oder wollt einfach nur eine kleine Kurzgeschichte lesen?

Dann freut euch. Hier kommt der erste Fluff (von Andreas Zuber) zur Galahad 3044.

*****Kanal Thurrock Eins LIVE**
TOP OF THE ROCKS – mit Brian Baer
HEUTE ZU GAST: Sekretär Lancelot Blaumann
[BB] Herzlich willkommen Herr Sekretär, bereits jetzt danke ich Ihnen im Namen unseres Senders für diese wertvollen Minuten Ihrer kostbaren Zeit.
[LB] nickt und schaut freundlich lächelnd in die Kamera
[BB] Lassen sie uns gleich loslegen, Herr Sekretär. Ihre aktuelle Aufgabe – gemäss dem Presse-Communiqué des Gouverneurs- ist es die Sicherheit aller Bürger im Gewerbesektor sicherzustellen. Können Sie uns verraten wie Sie dies angehen?
[LB] Nun, wir verfolgen hier ein ganz einfaches Drei-Punkte-Programm welches schrittweise umgesetzt wird: In einer ersten Phase haben wir ein persönliches Umfrageprogramm aufgesetzt, um die Bedürfnisse der Bürger bereits an der Haustüre abzuholen.
[BB] Ahja, aber das betrifft auch die Wohngebiete, oder liege ich da falsch?
[LB] Nein, nein, da liegen sie vollkommen richtig. Um die Wünsche umfassend zu erfassen haben wir beschlossen unsere Interview-Teams auch an der Quelle, also bei den Leuten zu Hause tätig werden zu lassen.
[BB] Natürlich, natürlich. Wie naheliegend. Eine sehr präzise Analyse ihrerseits. Und diese führte direkt zu Punkt zwei ihres Programms?
[LB] Danke, danke… Nun, Punkt zwei basiert natürlich eng auf den Resultaten der Umfragen. Und diese hatten vor allem Eines ergeben: Unsere Bürger wollten Sicherheit nicht suchen, sondern Sicherheit garantiert erhalten. Daraufhin haben wir unsere allseits beliebten mobilen Patrouillen eingeführt.
[BB] Oha! Kommt das dem öffentlichen Haushalt nicht teuer zu stehen?
[LB] Keinesfalls! Natürlich ist der Aufwand beträchtlich, aber was dem Bürger zu Gute kommt darf nicht mit einer einfachen Ziffer bewertet werden. Und hier setzt dann auch Punkt Drei unserer temporären Massnahmen an: Ab nächster Woche werden die Öffnungszeiten aller Geschäfte und möglichen Versammlungsr… ich meine öffentlichen Gaststätten! Auf 9-19 Uhr beschränkt werden.
[BB] Interessant… wozu dies?
[LB] Nun, ganz einfach: Unsere Umfragen haben ergeben dass die genannten Lokalitäten zu anderen Zeiten nur schlecht genutzt werden und sich die im Verkauf tätigen Bürger lieber anderswie beschäftigen als Däumchen drehend hinter dem Tresen zu stehen. Und ausserdem senken wir so massiv die Energiekosten bei gleichzeitiger Steigerung der Familienqualität!
[BB] Wie vorrausschauend – ein exzellenter Plan. Leider sind wir bereits am Ende unserer Sendezeit. Vielen Dank Herr Sekretär für dieses Gespräch und ich gebe zurück ins Studio…
*****Das war: Kanal Thurrock Eins LIVE*****
Freunde der Freiheit!
Einmal mehr habt ihr gehört wie die Schergen des Gouverneurs dank der Medienkontrolle ihren Stock in Zuckerwatte packen können!
Sie nennen es Umfrageprogramm zu Hause? Wir sagen Hausfriedensbruch!
Sie nennen es Interview in der Zentrale? Wir rufen Freiheitsberaubung, Folter!
Sie nennen es Mobile Patrouillen? Mit Battlemechs?
Sie nennen es Reduzierung der Öffnungszeiten? Alle Geschichtsbücher verfluchen es als Ausgangssperre!!!
Freie Bürger –wacht endlich auf!
Thurrock II hat sich sein Recht als Koloniewelt verdient – mit harten Jahrhunderten als Satellit unter dem Stiefel Korporationen.
Lasst uns diese Chance nicht verspielen!

Das Land der roten Rosen – Teil XVIII: Eine rote Rose (letzter Teil)

Schöffen wusste, dass er keine Fehler gemacht und dennoch alles verloren hatte. Eine weitere Karriere im Konzern war ausgeschlossen, aber das Management hatte ihn auch nicht vor die Tür setzen können. Dafür wusste er zu viel und außerdem war in den Monaten, die seit der Expedition vergangen war, klar geworden, mit welchem Gegner er es zu tun gehabt hatte. Das Frühjahr 3050 hatte eine der größten Offensiven der Geschichte der Inneren Sphäre erlebt. Und wenn schon die Truppen der Großen Häuser diesem neuen Feind nicht gewachsen waren, wie hätte er es mit dieser lausigen Söldnertruppe bewältigen sollen? Die Clans vernichteten ein Mechregiment nach dem anderen, da stellten ein paar einfache Fußsoldaten kein Hindernis dar. „Das Land der roten Rosen – Teil XVIII: Eine rote Rose (letzter Teil)“ weiterlesen

Das Land der roten Rosen – Teil XVII: Heimkehr

Hatte sich das Landungsschiff während des langen Fluges in die Peripherie stets bedrückend eng angefühlt, so erschienen ihm nun die Räumlichkeiten weit weniger klaustrophobisch. Seine Leibwächter, von denen einer ihn verraten hatte, waren tot. Alle Söldner waren tot. Von den Technikern und Wissenschaftlern hatten es nur zwei geschafft. Lediglich die Mannschaft der Kap Arkona war ohne Verluste davon gekommen. Und er, Schöffen, hatte ebenfalls überlebt. „Das Land der roten Rosen – Teil XVII: Heimkehr“ weiterlesen

Das Land der roten Rosen – Teil XVI: Gerettet

Schöffen stolperte und fiel schmerzhaft zu Boden. Irgendetwas schrammte ihm die Wange auf und seine Fingerknöchel brannten. Einen Moment lang fragte er sich, ob er überhaupt wieder würde aufstehen können oder ob irgendwelche Knochen gebrochen seien, doch da zog ihn Deutinger bereits wieder auf die Beine. Dennoch liefen sie nicht weiter. Schöffen war am Ende seiner Kräfte während sich sein Leibwächter zwar besser hielt, aber ebenfalls mehr von Erschöpfung als von irgendetwas anderem gezeichnet war. Sie hatten einen Umweg genommen und unterwegs auch keine anderen Menschen mehr getroffen. Auch den Angreifern waren sie so offenbar aus dem Weg gegangen. Dafür war dieser Pfad auch voller Stolperfallen und sie waren nicht so schnell voran gekommen wie sie es sich erhofft hatten. „Das Land der roten Rosen – Teil XVI: Gerettet“ weiterlesen

Das Land der roten Rosen – Teil XV: Rosengarten

Nach dem Odem von Feuer und Tod war dieser Duft belebend und erfrischend. Außerdem sagte es ihm, dass sein Fluchtweg nicht mehr weit entfernt war. Mit ein paar tiefen Atemzügen brachte er sich wieder zu mehr Ruhe. Noch einmal spähte er in alle Richtungen, die er einsehen konnte und achtete auf Bewegungen. Soweit er es beurteilen konnte, war er allein hier. Er stieß sich von der Wand ab und biss die Zähne zusammen als ein Schmerz durch seine vor wenige Minuten wieder eingerenkte Schulter zuckte. Dann rannte Bassey los. Etwas mehr als hundert Meter, so schätzte er, lag zwischen der Wohnbaracke und der dicht bewachsenen Baumreihe, welche die gesamte Anlage von der dahinter liegenden Rosenplantage abgrenzte. „Das Land der roten Rosen – Teil XV: Rosengarten“ weiterlesen

Das Land der roten Rosen – Teil XIV: Wunden lecken

Den Stich der Nadel spürte Bassey kaum über seine sonstigen Schmerzen. Sein Angriff hatte ihn mehr gekostet als er geplant hatte. Er versteckte die Spritze und holte eine zweite aus dem Erste-Hilfe-Set heraus. Er hatte es von einem der toten Söldner und war froh darum, dass es sich nicht um das normale lyranische Paket mit nur einer Ladung Morphium handelte sondern um das größere für Sanitäter. Die zweite Spritze setzte er sich in den linken Unterarm. Hier war wenigstens ein Knochen gebrochen.
Dass seine Gegner stark und schnell waren, war anhand der Spuren in der Station für ihn schon lange klar gewesen. Die Fußabdrücke sowie Lackspuren an aufgebrochenen Türrahmen und ähnlichem hatten ihm außerdem gezeigt, dass es sich um irgendwelche Maschinen handeln musste und auch deren Größe hatte er dadurch in etwa abschätzen können noch bevor dieser erneute Angriff begonnen und er den ersten von ihnen mit eigenen Augen gesehen hatte. Um was es sich genau handelte, wusste er jedoch noch immer nicht. Für BattleMechs waren sie viel zu klein, doch musste es in diese Richtung gehen. „Das Land der roten Rosen – Teil XIV: Wunden lecken“ weiterlesen

Das Land der roten Rosen – Teil XIII: Jäger und Gejagte

In Urban breiteten sich Schwindel und Übelkeit aus. Er lag mitten in Blut, Gedärmen und totem Fleisch, das noch vor wenigen Minuten Menschen war mit denen er in den letzten Wochen zusammen gelebt hatte, mit denen er zusammen gegessen und die unselige Reise hierher unternommen hatte. Nie jedoch hatte er sich dabei mit diesen Leuten sonderlich verbunden gefühlt und nun täuschte er vor, einer von ihnen zu sein. Ein weiterer regloser Körper auf einem Leichenhaufen. Nun verstand er jedoch, weshalb Bassey zuvor schon von Kopf bis Fuß mit Blut befleckt gewesen war. Der Pirat hatte diesen Trick bereits vorher angewandt um dem Tod zu entrinnen. Und wie es schien, schon zum zweiten Mal mit Erfolg. „Das Land der roten Rosen – Teil XIII: Jäger und Gejagte“ weiterlesen

Das Land der roten Rosen – Teil XII: Feuer

Sie betraten das Wirtschaftsgebäude und sahen in der Notbeleuchtung sofort die angerichteten Schäden an Generator und Verteilerkästen. Die Tür hatte auf der Straße gelegen und der Rahmen ebenfalls stark beschädigt. Auch dieses Bild passte zu dem, was sie schon früher gesehen hatten. Und wieder sah es nicht danach aus, als hätte jemand einfach in die Technik geschossen oder mit Sprengstoff gearbeitet.
“Halt!“ Urban blieb auf Basseys leise gesprochenes Wort hin sofort stehen und sah sich nach etwas um, das ihm Deckung bieten konnte. Der Pirat trat neben ihn und zeigte mit ausgestrecktem Zeigefinger auf den Boden, einen Schritt vor ihnen. Zuerst sah Urban nichts interessantes, nur eine dicke Schicht Staub, der wohl vom beschädigten Eingang herrührte. Dann machte er eine symmetrische Vertiefung in diesem Staub aus.
“Das sind dieselben Spuren, die auch auf dem ganzen Areal zu finden sind“ erklärte Bassey. Urban starrte den Piraten entsetzt an. „Das Land der roten Rosen – Teil XII: Feuer“ weiterlesen

Das Land der roten Rosen – Teil XI: Herde

Die Panik war nicht mehr unter Kontrolle zu bringen und Pschorn kümmerte es auch nicht mehr. Andrewski hing ihr an den Fersen und ihm wiederum drei weitere aus dessen Team, denen sie durch Zufall auf ihrer Flucht begegnet sind. Für sie waren die Wissenschaftler nun nur noch potentieller Kugelfang. Oder das wären sie zumindest gewesen, wenn ihr Feind mit Kugeln um sich geschossen hätte. Aber die Leichen hatten offenbar nicht gelogen. Sie wurden nicht beschossen, weder mit Gewehren oder Autokanonen noch mit Lasern, Raketen oder anderen Waffen. Sie waren an halb zerrissenen Leibern vorbeigekommen und wie sie es schon nach ihrer Landung vorgefunden hatten, an Toten mit eingeschlagenen Schädeln. Sie hatte noch nie etwas dieser Art gesehen oder auch nur davon gehört. Der Angriff dauerte auch nicht fortwährend. Immer waren es kurze Attacken, zu schnell um einen Widerstand zu organisieren oder auch nur ihre Angreifer zu sehen. Wer es dennoch tat, lebte meist nicht lange genug um auch nur um Hilfe zu rufen. „Das Land der roten Rosen – Teil XI: Herde“ weiterlesen

Das Land der roten Rosen – Teil X: Blut

“Was hatten Ihre Leute dort eigentlich gemacht?“ fragte Andrewski, dessen Ton verriet, dass er zwar kein Mitleid mit den Männern hatte, die nicht zuletzt auch zu seinem Schutz hierher verfrachtet worden und nun tot waren, ihm das Ereignis des Vortags aber weitere Angst um das eigene Überleben bereitete. Urban blickte den Wissenschaftler starr an und verwünschte diesen aus tiefstem Herzen.
“Sie haben das Gebiet dort durchforstet, auf der Suche nach Überlebenden oder weiteren Opfern“, antwortete Pschorn erstaunlich ruhig.
“Aber beantworten Sie doch bitte einmal meine Frage, Doktor Andrewski: Woran wurde hier geforscht? Sie sind Genetiker und dieser Doktor Millen sowie Ihr halbes Team ebenfalls, wie ich inzwischen erfahren habe. Ist eines Ihrer… Experimente entkommen?“ Pschorns Stimme hatte nur unwesentlich gezittert, aber Urban befürchtete, dass auch ihre Nerven blank lagen und eine falsche Antwort Andrewskis dazu führen konnte, dass sie diesem mit bloßen Händen die Gedärme herausriss. Der Wissenschaftler schluckte. „Das Land der roten Rosen – Teil X: Blut“ weiterlesen